Ihr virtuelles
Rathaus Sie können sich auf den Seiten der www.service-bw.de unter „Lebenslagen“ über
die unterschiedlichen Sachverhalte informieren und über „Formulare“ die
passenden erforderlichen Unterlagen erhalten.
Bitte beachten Sie bei den
Formularen, dass diese mit persönlicher Unterschrift versehen per Post an die
Gemeinde gesendet oder direkt im Rathaus abgegeben werden müssen. Eine digitale
Unterschrift / Sendung wird derzeit leider rechtlich noch nicht anerkannt.
1. Bürgerfragestunde
Der TSV fragt an, ob künftig Disco’s im Kultur- und
Sportzentrum Jägerfeld zugelassen werden könnten, er wird
entsprechende Böden anmieten, die dann den vorhandenen Sportboden
schützen. Auf die Gemeinde kommen dafür keine Kosten zu. BM Kühnl
verweist darauf, dass dies in einer der nächsten Sitzungen des
Gemeinderats
beraten und beschlossen wird. Wichtig ist in dieser Sache, dass es
geeignete Böden sind die keine Spuren oder sonstige Schäden
hinterlassen.
2. Vorstellung der landkreisweiten
Untersuchung über geeignete
Suchräume
für die
Ermittlung von Vorranggebieten für die Windkraftnutzung
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Bürgermeister Kühnl
Herrn Eble vom Regionalverband Ostwürttemberg. BM Kühnl leitet ein
und verweist darauf, dass mit der neuen Landesregierung auch neue
Herausforderungen für die Windkraft entstanden sind. Sowohl Land
wie auch Bund haben die Windkraft bestärkt und werden diese
forcieren. Dies bedeutet, dass rechtliche Bedingungen sich
ändern. Wo bisher alle Windräder bzw. potenzielle Windräder in der
Planung über die Regionalplanung abgewickelt wurden, können ab Ende
2012 einzelne Bauanträge gestellt werden, die vom Landratsamt als
Untere Baurechtsbehörde beschieden werden. Die Gemeinden haben nun
die Möglichkeit über sogenannte Vorranggebiete bzw.
Ausschlussgebiete ihre Flächen für die Windkraft festzulegen bzw.
auszuschließen. Es kann festgehalten werden, dass es künftig für
Betreiber von Windkraftanlagen bzw. deren Bauherrn einfacher wird,
Anlagen zu erstellen. Herr Eble bestätigt die Ausführungen und
erläutert seine Präsentation.
Ein Gemeinderat fragt, ob der Abstand auch für Gehöfte gilt. Herr
Eble bestätigt dies. Herr Eble verweist darauf, dass sogenannte
Vorranggebiete künftig nicht mehr die gleiche Ausschlussqualität
haben wie bisher (im Regionalplan).
Eine Gemeinderätin fragt, ob es ein Argument sein könnte wenn
bereits 5 Windräder in der Raumschaft stehen. Herr Eble erklärt,
dass er dies nicht pauschal beantworten kann sondern erst in einem
späteren Stadium.
Ein Gemeinderat fragt, ob mit den Vorranggebieten lediglich ein
sogenannter „Auswuchs“ verhindert werden kann. Herr Eble erklärt,
dass dies im Prinzip so ist. Herr Eble erklärt weiter, dass wenn
Vorranggebiete entstehen und geplant werden, dass diese dann auch
bindend sind.
Ein weiterer Gemeinderat fragt nach der Situation, wenn die
Gemeinde bzw. der Gemeinde-verwaltungsverband nur sehr geringe
Flächen ausweist. Herr Eble erklärt, dass es dann an der
sogenannten Erforderlichkeit scheitern könnte, d. h. dies nicht
ausreicht um weiterte Windräder zu verhindern.
Ein Gemeinderat erkundigt sich nach den Höhen im neuen Verfahren
(Nabenhöhen). Herr Eble erklärt, dass die Höhe nur in einem
Bebauungsplan festgesetzt werden könnte und dann auch bindend ist
(im Regional- und im Flächennutzungsplan ist dies nicht bindend der
Fall).
BM Kühnl schließt die Information ab und verweist darauf, dass in
der nächsten Sitzung noch die Möglichkeit besteht im
nichtöffentlichen Teil - Grundstücksangelegenheiten - anzusprechen.
Die Festlegung von Vorrang- bzw. Ausschlussflächen findet dann
in einer der nächsten Sitzungen statt, sobald dann auch der
Verband darüber beraten hat.
3. Gebührenkalkulation Schmutzwasser- und
Niederschlagsgebühren 2010 – 2012
Kämmerer Deininger erläutert den Sachverhalt anhand der
Vorlage.
Ein Gemeinderat erkundigt sich nach den Stromkosten, diese seien in
den Aufstellungen nicht eindeutig ablesbar, da unterschiedliche
Bezeichnungen in den Tabellen enthalten sind. Nach Durchsicht
konnte das Gremium feststellen, dass dies so richtig ist, da einmal
vom Pumpwerk die Rede ist und einmal von Stromkosten. Herr
Deininger erklärt, dass dies aufgrund der EDV-Darstellung so
entstanden ist und verweist darauf, dass es sich um
die gleiche Kostengruppe handelt.
Ein Gemeinderat hätte sich eine Gegenüberstellung zwischen alter
und neuer Kostensituation gewünscht. Herr Deininger erklärt, dass
dies bei der Jahresrechnung vorgelegt wird.
Eine weitere Gemeinderätin erklärt, dass es in den anderen
Gemeinden bereits 2011 durchgeführt wurde. Kämmerer Deininger
verweist darauf, dass diese Gemeinden jedoch in einem
rechtsunsicheren Raum verfahren seien und sich Ruppertshofen wie
auch die anderen Gemeinden im Verband für die rechtssichere
Verfahrensweise geeinigt hätten.
Ein Gemeinderat verweist darauf, dass Ruppertshofen mit die
höchsten Abwassergebühren weit und breit hat. Nach weiteren
kritischen Erklärungen zu der Höhe der Abwassergebühr wird der
Antrag gestellt, die Sitzung zu vertagen und Kämmerer Deininger
wird beauftragt weitere Vergleiche vorzulegen.
Der Antrag auf Vertagung wird mehrheitlich so beschlossen. Damit
ist der Sitzungspunkt beendet.
Auch der nächste Sitzungspunkt „Neufassung der Abwassersatzung“
hängt damit zusammen und wird verschoben.
4. Bausache
Überdachung einer Terrasse (Freisitz) in
Ruppertshofen, Hasenhalde 4 auf Flst. 370/12 mit Befreiung
von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Erlenäcker“
BM Kühnl verweist auf die Vorlage. Ohne weitere
Wortmeldungen wird das Einvernehmen der Gemeinde erteilt.
5. Verschiedenes bzw. Anträge
Eine Gemeinderätin beantragt, die Abrechnung für das
Kultur- und Sportzentrum Jägerfeld noch einmal auf die Tagesordnung
zu bringen, da die Abrechnung –ihrer Meinung nach – immer noch zu
kompliziert ist. Weiterhin soll Platz für Plakate an den
Ortseingängen geschaffen werden. BM Kühnl verweist darauf, dass
dies bisher immer den Vereinen ermöglicht worden ist.
Eine Gemeinderätin fragt an, warum keine umfangreichere
Pressearbeit vor dem Weihnachtsmarkt möglich war. BM Kühnl verweist
darauf, dass die Verwaltung redaktionelle Berichte eingereicht hat.
Die Zeitungen konzentrieren sich wohl verstärkt auf
Werbeflächen,
so dass es erforderlich wäre, mit mehreren kostenpflichtigen Annoncen zu werben. Sie unterstreicht den Antrag aus der Bürgerfragestunde, Discos im Jägerfeld zuzulassen. BM Kühnl verweist auf die Antwort von der Bürgerfragestunde und erklärt, dass dies im Gemeinderat behandelt wird.